Tourtagebuch

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Fast ein Weihnachtsmärchen

Wir hatten alles schön aufgebaut, im wunderschönen Wittenberger Bugenhagensaal neben dem kleinen Weihnachtstmarkt. Und dann, wenige Minuten vor der Vorstellung fiel uns auf: Die Flügel waren zu Hause geblieben. Zu Beginn einer Tournee mit fünf Auftritten. Improvisieren können wir gut. Aber Flügel müssen irgendwie doch sein bei diesem Stück. Darauf läuft schließlich alles hinaus!

Plötzlich meinte Sylvi, unsere charmante Veranstalterin: „Da steht sonne kostümierte Kindergruppe im Flur. Ein paar tragen Flügel.“ Ich bin raus gestützt und habe auf die Kinder eingeredet. Die haben mich etwas verstört angeschaut. Dann kam die Leiterin.  Zunächst war sie skeptisch. „Wir haben jetzt selbst einen Auftritt und gar keine Zeit mehr.“ Ich habe ihr in aller Schnelle erzählt, dass das Happy End unseres Weihnachtstheaterstückes ist, dass der Engel seine Flügel bekommt. Sie: „Was braucht ihr? Flügel? Ich hab noch welche oben.“ Dann sind wir geflitzt. Und der Engel bekam seine Flügel. Nicht nur in Wittenberg, sondern auch in Neiße Malxetal und Bernau.

Ich hab Mari nicht mehr gesehen. Sie hat mir ihre Nummer hinterlassen. Wir haben uns geschrieben.

Sie schreibt: „Ist doch letztlich alles nur geliehen im Leben, oder? … Nicht alle Engel tragen Flügel“.


17. Dezember 2016


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Würfelbrot ist ein gutes Brot

Was für eine belebende Resonanz in der vergangenen Woche! Zunächst waren wir mit Würfelbrot im Pestalozi-Gymnasium in Unna. Es war spannend zu sehen, wie die Fünft- und Sechstklässler reagierten. Die Aufmerksamkeit war groß. Das Nachgespräch lebhaft, die Rückmeldung aus den Klassen, die noch Tage nachher bei uns einplätscherten, zeigten: Würfelbrot macht Spaß, bewegt, macht nachdenklich, erweitert den Horizont. Mehr wünschen wir uns nicht.

Aus inszenatorischer Sicht hatte die Vorstellung in Unna ein paar Schwächen, so dass wir auf der Fahrt nach Bad Blankenburg eine sehr ausführliche Nachbesprechung gemacht haben. Und siehe da! Das hat Wunder gewirkt.  Bei der Tagung „Gemeinsam unterwegs“ kam alles auf den Punkt. Hier spielten wir vor Fachleuten, also Menschen mit eigener Behinderung oder welchen, die schon seit vielen Jahren mit Menschen mit Behinderung zusammen leben und arbeiten. Die mussten es wissen. Und sie fanden es lustig, berührend und authentisch. Gabriel bekam viel Lob für seine überzeugende Darstellung des autistischen Valentin.

Eine Rückschau auf die Tagung könnt ihr hier lesen.

Wir sind gespannt, wohin es uns noch führen wird.


17. April 2016


Wie Engel fliegen lernen

Herz

Seit drei Jahren spielen wir nun in der Herzklinik in Bad Oeynhausen. Kennen gelernt haben wir uns, als unser Nikolausgeschnek dort gelandet ist.

Für uns ist es immer tief bewegend, wenn dort die Kinder mit ihren Apparaten eintrudeln. Der Kleine in der ersten Reihe wartet seit 2 1/2 Jahren auf ein Spenderherz. Der größere Kollege daneben ist eingemummt mit Mundschutz und Handschuhen. Das ist ein gutes Zeichen. Er hat seine Transplantation bereits hinter sich. Und für 45 Minuten dürfen wir ein Feuerwerk aus Worten, Bildern und Musik abfeuern und den Kindern die Wartezeit verkürzen. Das tun wir von Herzen gern.


21. Dezember 2015


Ein ganz besonderer Gast

Anna

Darf ich vorstellen? Das ist Anna. Sie hat uns bei unserem Auftritt in der Freien evangelischen Schule in Hagen am Sonntag verzaubert, indem sie die letzten Minuten des Stückes mitgespielt hat.  Auf die Frage, ob ich anderen davon erzählen dürfe, schreibt sie mir: „Ich habe nichts dagegen, wenn ihr anderen von mir erzählen möchtet ( gerne auch mit Foto ). Ich finde es sogar sehr wichtig, dass andere „normale“ Menschen davon erfahren wieviel Freude das Leben machen kann auch wenn man Einschränkungen hat.
Und ihr habt mir wirklich große Freude gemacht :-) !! Ihr seid echt cool!“

Anna ist auch cool. Sie hat das Downsyndrom. Für mich ist sie ein Vorbild an Selbstvertrauen und Lebensfreude.


3. Dezember 2015


Jessica Jahning als Engel Bauz

Engel ohne Flügel

Das war ein Schock! Wir haben sehr entspannt Bühne, Kostüme und Requisiten vorbereitet. Und dann, zwei Minuten vor Beginn der Veranstaltung, fragte Jessi nach den Flügeln. Das Hauptrequisit, wenn man zeigen will, wie Engel fliegen lernen. Und mir fiel ein: Wir hatten sie beim vorherigen Veranstalter vergessen. Während Jessi schon auf der Himmelsleiter stand, habe ich mir schnell Plan B überlegt. Und was soll ich sagen! Ihr seht es auf dem Bild: Die neuen Flügel waren ganz zauberhaft.



Gabriel Schnuck als Valentin, Meike Wiesmann als Elsa und Jörg Peter als Onkel Walter

Fliegen!

Das waren zwei besondere Vorstellungen in der Hüllberggrundschule. In jeder Produktion gibt es irgendwann den Moment, in denen die Schauspieler das fliegen lernen. Das geschieht, wenn Text und Inszenierung in tiefere Schichten des Bewusstseins gesackt sind und eine neue Freiheit entsteht.

Wunderbar.

Wunderbar auch die Spiegelung durch die kleinen und großen Zuschauer. Faszinierte Kinder und bewegte Lehrerinnen haben uns glücklich nach Hause fahren lassen.


6. November 2015


Schild ,,Würfelbrot'' Brille Theater

Projektwoche in Dortmunder Grundschule

Die Fine Frau Grundschule hat unser Theaterstück „Würfelbrot“ zum Anlass genommen, eine Projektwoche zum Thema „Anderssein“ zu machen. In verschiedene Projektgruppen haben sich die Kinder malend, bastelnd, schreibend, reflektierend, Sport treibend  mit Behinderungen und anderen Kulturen auseinandergesetzt. Uns begrüßten aufgeregte Kinder mit wilden Bemalungen. Zum krönenden Abschluss haben wir dort gespielt. Juchhu!


25. September 2015


 

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